In diesem Beitrag erarbeiten wir eine Entscheidungshilfe für interessierte Fotovoltaik-Anlagen Besitzer.
Hier soll nur eine ein paar Jahre alte Bestandsanlage betrachtet werden zu der eine Solarstrom-Speicheranlage nachträglich hinzugefügt werden soll. Hier wird also nicht eine Neuanlage betrachtet, die gleich mit einem Solar-Stromspeicher versehen werden soll. Das wird in einem anderen Beitrag betrachtet.

Wenn eine Fotovoltaikanlage seit einigen Jahren in Betrieb ist, dann wird durch den zusätzliche Einbau eines Stromspeichers eine früher nicht möglich gewesene teilweise Unabhängigkeit (Notstromsystem) gegenüber dem Stromlieferant möglich. Finanziell rechnet sich dieses Vorhaben unter bestimmten Umständen ebenso, da die Batteriespeicherkosten bereits heute erheblich gesunken sind. Zudem sind Energiespeicher generell genau die Elemente, die wir in unserem Energieversorgungssystem so schnell wie möglich hinzufügen müssen. Ein Stromspeicher ist folglich „netzdienlich“, sorgt also für Stabilität im Netz. Zudem transportieren sie die nötige Energie „über die Zeit“ und nicht über große Entfernungen. Lokal erzeugte Energie wird auch lokal verbraucht.

Als Quellenstudium empfehlen wir zunächst vier Verweise:

  • Artikel „Sonnenstrom im Akku speichern“ mit technischen und finanziellen Betrachtungen von diesem Link hier.
  • Werbungsfinanzierte Hinweise von Installateuren mit ein paar Berechnungstipps auf dieser Seite.
  • Fördermöglichkeiten der kfw in dem Förderprogramm „Kredit 275“ – dies ist nur noch bis Ende 2018 gültig.
  • Neue Fördermöglichkeit vom Land Baden-Württemberg mit dem Namen „Netzdienliche Batteriespeicher“ – aufgelegt im Februar 2018.
  • Ein Effizienzleitfaden von BVES, Bundesverband für Energiespeicher von März 2017 gibt weitere Hinweise – siehe hier.

Damit lassen sich zwei Erkenntisse darstellen:

  1. Die derzeit für die Anlage festgelegte EEG Vergütung bestimmt entscheidend die finanzielle Amortisation: Liegt die Vergütung über den Strombezugskosten wird sich die finanzielle Amortisation jetzt nicht einstellen. Dies wird ganz sicher jedoch dann zutreffen, wenn die EEG Vergütung ausläuft und nur noch die Großmarktpreise (ca 3 cent je kWh) vergütet werden.
  2. Die Technik für solche Anlagen ist weitgehend ausgereift. Heutige Blei-Gel sowie Lithium-Ionen Batterien erfüllen die technischen Anforderungen bei unterschiedlichen System-Kosten und Haltbarkeiten. Die für dieses Projekt eher sinnvolle Technik der Wechselstrom-(AC)-Kopplung hat höhere Kosten und einen etwas geringenen Wirkungsgrad, als bei für Neuanlagen sinnvollen Gleichstrom-(DC)-Kopplung.

Dieser Beitrag wird fortgesetzt.

Die Hoffnung auf Stromsparen bewahrheitet sich (oder auch nicht) beim Blick auf die technischen Daten. Jede funkgesteuerte Steckdose verbraucht selber immer Energie, auch wenn das eingesteckte Gerät nichts mehr verbraucht. Bei 4 Watt – unnötig – ein ganzes Jahr lang werden so 35 kWh verbraucht. Diese 10 Euro kann man in hochwertigere Technik investieren.

Der Smart-TV Fernseher soll vollständig vom Stromnetz getrennt werden, sowie er über das Netzwerk ein „absent (abwesend)“ Event versendet hat.
Die Funksteckdose wird dann eine Sekunde später ausgeschaltet. Die Funksteckdose verbraucht im ausgeschalteten Zustand etwa 0,5 Watt. Die hier verwendete Funksteckdose ist nicht vom Baumarkt.

Ohne das Trennen von der Stromversorgung „zieht“ der Fehrnseher ca 40 mA. Das entsrpicht einer Leistungsaufnahme im Stand-by von etwa 5 Watt. Hochgerechnet auf das Jahr werden so ca 40 kWh nicht verbraucht und so etwa 12 € eingespart. Die Lösung wurde hier mit der frei verfügbaren Heimautomatisierungssoftware „FHEM“ realisiert.