Info-E-Mail 08/26: Nach einer Studie von Agora Energiewende führen die aktuellen Pläne aus dem Wirtschaftsministerium zu einem Markteinbruch bei PV. Das wissen wir aber schon. Der Solar Cluster schlägt ein alternatives Modell vor – siehe auf dem Solarserver hier. Im Kern sollte man die Einspeisung bei negativen oder sehr niedrigen Börsenstrompreisen automatisch reduzieren. Diese Steuerung kann über Wechselrichter oder ein Home-Energy-Management-System erfolgen, genauso wie über ein intelligentes Messsystem. Der entscheidende Unterschied zum Ministeriumsmodell: Statt einer starren 50-Prozent-Grenze, die auch dann wirkt, wenn man mehr Solarstrom im Netz benötigt, greift es nur ein, wenn der Strompreis tatsächlich keinen oder nur einen sehr geringen Wert hat.

Das Solar Cluster spricht sich grundsätzlich für mehr Markt- und Systemintegration bei neuen Photovoltaik-Anlagen aus. Der aktuelle Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums geht dem Verband jedoch zu weit, weil er kleine und mittlere Photovoltaik-Anlagen mit zusätzlichen Pflichten belastet, bevor alltagstaugliche Lösungen flächendeckend verfügbar sind. Vorgesehen ist unter anderem, die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen nach einer 36-monatigen Übergangsphase abzuschaffen, die Direktvermarktung schrittweise auszuweiten und kleine Solaranlagen dauerhaft auf 50 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen. Nach Einschätzung der Solar-Cluster-Geschäftsführerin Carolin Grieshop droht damit ein Systemwechsel, der in der Praxis Investitionen ausbremsen könnte.
Photovoltaik-Einspeisung intelligent reduzieren
Als Alternative schlägt das Solar Cluster ein Modell vor, das auf vereinfachter Marktintegration beruht. Im Kern sollte man die Einspeisung bei negativen oder sehr niedrigen Börsenstrompreisen automatisch reduzieren. Diese Steuerung kann über Wechselrichter oder ein Home-Energy-Management-System erfolgen, genauso wie über ein intelligentes Messsystem. Der entscheidende Unterschied zum Ministeriumsmodell: Statt einer starren 50-Prozent-Grenze, die auch dann wirkt, wenn man mehr Solarstrom im Netz benötigt, greift es nur ein, wenn der Strompreis tatsächlich keinen oder nur einen sehr geringen Wert hat.
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