

Ein Jahr im Voraus müssen die Netzbetreiber ihre zeitvariablen Netzentgelte bekannt geben.
Diese zeigen die Ausnutzung der Netze. Je teurer die Netzgebühr, je größer ist in dieser Zeit die Auslastung der Netze.
Hohe Preissignale können helfen die Last in Zeiten mit geringeren Kosten und somit geringerer Last zu verschieben.
Im Modul 3 von §14a EnWG ist geregelt, dass Netzteilnehmer mit einem iMSys und einer nachgewiesenen Steuerbarkeit der Großverbraucher die variablen Netzentgelte nutzen dürfen.
Einen Tag im Voraus:
…müssen die Anbieter von Strom ihre 15-minütigen Stromkosten bekannt geben. Ein HEMS erhält diese Info und versucht den Haus-Energiebedarf in die Zeiten mit niedrigen zeitvariablen Netzentgelten zu legen.
Einsparung:
Konsequent angewendet und mit ausreichend Reserve im Haus (PV auf dem Dach und Speicher im Keller) lassen sich über 100€ je Jahr auf diese Weise sparen.
Die Umwelt- und EnergieAgentur Landkreis Karlsruhe hat diese Berechnung zum Modul 3 angestellt:
Einspareffekte variable Netzentgelte:

Einspareffekte dynamische Stromtarife:
Auf Veranstaltungen vom Solar-Verein hatten wir im letzten Jahr zwei erfahrene Referenten zum Thema Einsparungen mit Stromtarifen und Netzentgelten. Beide haben von beachtlichen Einsparungen berichtet. Die Höhe hängt natürlich von den persönlichen Umständen ab. Durch die Nutzung von dynamischen Stromtarifen konnten mehrere 100€ an Strombezugskosten je Jahr vermieden werden.
Die beiden Referenten sind Stephan Schindewolf, Energieberater aus Karlsruhe und Jörg Backhaus, Bundesfachschule Karlsruhe. Die zugehörigen Vorträge sind hier auf unserer Seite verfügbar:
Vortrag Stephan Schindewolf:
Vortrag Jörg Backhaus: