1972 veröffentlichte der Club of Rome den Bericht die „Grenzen des Wachstums“ und warnte vor exponentiellem Wachstum in einer endlichen Welt. Donella und Dennis Meadows sowie Jørgen Randers legten 1992 mit „Die neuen Grenzen des Wachstums“ nach. Ihre Kernaussage: Ungebremstes Wachstum führe zu Kollaps – Degrowth sei die Lösung.
Das macht der Deutsche. Moralisch beseelt. Mit deutscher Gründlichkeit : während andere Volkswirtschaften wachsen, bewegt sich Deutschland in einer Phase der „Null-Prozent-Wachstumsdynamik“. Im internationalen Vergleich (etwa laut OECD-Prognosen) landet Deutschland regelmäßig auf den hintersten Plätzen der großen Industrienationen.
Dabei verursachen wir nur rund 1,3 bis 1,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, wie aktuelle Berichte bei derWirtschaftsWoche und Statista belegen. Wie die Tagesschauerläutert, sinkt dieser absolute Anteil durch den fortschreitenden Klimaschutz und die Energiewende kontinuierlich.Mission accomplished!
Doch diese Entwicklung übersieht Entscheidendes. Degrowth ist eine Wohlstandsillusion ohne empirische Grundlage. Es gibt keine Studie, die nachweist, dass Degrowth funktioniert. Wachstum ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Innovation, technologischen Fortschritt und steigenden Wohlstand.
Technischer Fortschritt kann Ressourcenverbrauch (über-)kompensieren – durch Effizienz und Dematerialisierung. Beispiele: Präzisionslandwirtschaft reduziert Dünger- und Pestizideinsatz um 20–30% bei steigenden Erträgen. Vertical Farming spart 95% Wasser und 95–98% Landfläche. Ein Smartphone ersetzt Dutzende Geräte wie Kameras, CDs, Landline-Telefone. Streaming ersetzt physische Tonträger, digitale Dokumente Papier. LED-Beleuchtung spart bis zu 70% Strom.
Oder des Deutschen liebstes Kind: Ein Oberes- Mittelklasse- SUV mit Sechszylindermotor, über 3.000 ccm Hubraum, über 250 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment fährt mit einer Tankfüllung Diesel, sprich unter 60 Litern Kraftstoff, über 2.000 Kilometer! Natürlich produziert im Land der Autobauer Deutschland?! Natürlich nicht, sondern in Japan.
Ein Besuch in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden, wo einst die Herstellung von Oberklasselimousinen wie dem VW Phaeton oder temporär dem Bentley Flying Spur eindrucksvoll Kompetenz und Expertise versprühten, erschreckt: die Produktionsstätte ist seit Dezember 2025 zum Museum der E- Mobilität verkommen.
Hergestellt wird dort nur noch die legendäre Volkswagen- Currywurst. Immerhin verkauft der Autobauer davon mittlerweile mehr als Fahrzeuge. Lustig? Ja, aber eher unfreiwillig..
Die drohende Konsequenz: Europa und insbesondere Deutschland laufen Gefahr, zu einem schrumpfenden, vergreisenden Kontinent zu werden. Wenn keine radikale Kehrtwende eingeleitet wird, droht Deutschland zu einem reinen Museum für amerikanische, chinesische oder indische Investoren zu verkommen, anstatt selbst innovationsstarker Antreiber der Weltwirtschaft zu sein.
Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind nur durch Wachstum möglich. Nur eine wachsende Wirtschaft generiert Mittel für Umwelttechnologien, Bildung und soziale Sicherung.
Die Geschichte widerlegt den Club of Rome: Seit 1972 hat sich die Weltbevölkerung fast verdoppelt, das globale BIP verfünffacht – und dennoch sind extreme Armut und Kindersterblichkeit dramatisch gesunken. Deutschland zeigt aktuell, wohin Degrowth-Denken führt: Nullwachstum, Investitionsstau, Wohlstandsverlust.
Degrowth ist Kapitulation vor der Zukunft. Wachstum durch Innovation ist der einzige Weg zu nachhaltigem Wohlstand, Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit für alle.