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„Willkommen in der Klimahölle“ – German Angst und ihre Folgen für die Wirtschaft

Nur wenige deutsche Begriffe haben es in den internationalen Sprachgebrauch geschafft. Neben dem „Kindergarden“ im Word- Tree auf Ellis Island auch der der „German Angst“. Stellvertretend für ein Stereotyp, das eine vermeintlich typisch deutsche Neigung zu Übervorsicht, Bedenken und Zögerlichkeit gegenüber neuen Entwicklungen, Risiken oder Veränderungen beschreibt. Diese äußert sich im Umweltkontext beispielsweise in einer ausgeprägten Vorsicht bei Umweltrisiken oder Atomkraft:… 

Zum Pariser Klimaschutzabkommen – Die Spieltheorie hätte uns das Resultat vorhergesagt…

Das Pariser Klimaschutzabkommen zielt darauf ab, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, idealerweise 1,5 °C, zu begrenzen. Kernstück sind die national selbst festgelegten Beiträge (NDCs), die alle fünf Jahre nachgebessert werden sollen – ohne verbindliche Sanktionen bei Nichteinhaltung. Doch genau hier scheitert das Abkommen an der Logik der Spieltheorie. Im internationalen Klimaschutz agieren Staaten… 

„Degrowth“ – Heilsbringer oder eher Sargnagel der deutschen Wirtschaft?

1972 veröffentlichte der Club of Rome den Bericht die „Grenzen des Wachstums“ und warnte vor exponentiellem Wachstum in einer endlichen Welt. Donella und Dennis Meadows sowie Jørgen Randers legten 1992 mit „Die neuen Grenzen des Wachstums“ nach. Ihre Kernaussage: Ungebremstes Wachstum führe zu Kollaps – Degrowth sei die Lösung. Das macht der Deutsche. Moralisch beseelt. Mit deutscher Gründlichkeit :… 

„Der Siegeszug der Elektromobilität“ – von Pferden und Kraftwagen..

Das Zitat „Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“ wird dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. zugeschrieben (das Zitat ist historisch aber nicht belegt).Wilhelm II. soll diese Fehleinschätzung um 1904 nach einer Testfahrt getroffen haben. Dabei war der Kaiser keineswegs ein Technikfeind, sondern im Gegenteil extrem technikbegeistert. Er übernahm sogar die Schirmherrschaft für den Deutschen Automobilclub (heute AvD) und besaß später selbst zahlreiche Automobile. … 

„Smart Home oder armselige Anpassung an deutsche Energieknappheit“ – das ist hier die Frage..

Ist es wirklich smart oder clever („gschickt“, wie der Badener sagen würde), sich zum Knecht seiner Waschmaschine zu machen, indem man minutiös den eigenen Stromproduktionsterminen folgt, statt die Maschine dann laufen zu lassen, wenn es dem Lebensrhythmus dient? Diese Umkehrung des Rollenverhältnisses von Mensch und unterstützender Maschine ist kein Fortschritt, sondern eine fragwürdige Konsequenz deutscher Energiepolitik. Die… 

„Der Deutsche schwitzt gerne!“ – vom ambivalenten Verhältnis des Bürgers zur Klimatisierung

„Der Deutsche schwitzt gerne!“ – so scheint es zumindest, wenn man die anhaltende Resistenz gegen Klimaanlagen betrachtet. Diese Haltung wurzelt tiefer als bloße Sparsamkeit: Sie spiegelt eine kulturell verankerte Askese und eine bemerkenswerte Komfortfeindlichkeit wider, die in kaum einem anderen wohlhabenden Land derart ausgeprägt ist. Die deutsche Skepsis gegenüber Klimaanlagen ist kein isoliertes Phänomen, sondern Teil eines… 

„Einweggrill-, Ponyreit- und Sandburgenverbot“ – vom Ende der Mündigkeit des Souverän

Der „Musterhitzeschutzplan für den Breitensport“ mit derEmpfehlung, bei Sportfesten den Grill im Keller und den Kronkorken auf dem Bier zu lassen oder das gemäß § 11 der ChemBiozidDV verpflichtende Abgabegespräch beim Onlinekauf von Mückenspray mit Ratschlägen wie den, dass man das Spray nicht gegen sich selbst, nicht gegen seinen Hund und auch nicht auf sein Mittagessen sprühen sollte, sind Legende.  Deutsche… 

„Das EEG 2027 – ein fatales Desaster!“

Für neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt soll ab Januar 2027 gelten: Überschussstrom wird entweder zu schwankenden Börsenstrompreisen vermarktet oder darf nicht mehr in das Netz eingespeist werden. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) sieht die Direktvermarktung und Nulleinspeisung künftig als Regelfall. Das ruft natürlich selbst ernannte Warner auf den Plan: der Ausbau privater Photovoltaikanlagen käme zum Erliegen, Arbeitsplätze der Solarbranche stünden erneut (!) auf dem Spiel, Verlust der… 

„Meine Solaranlage, mein E- Auto, mein Bioagavendicksaft“ – der erhobene Zeigefinger des Bildungsbürgers

Lange Zeit galt Umweltschutz als Nische für Idealisten. Nachdem der grüne Lebensstil heute zu einem der wichtigsten Statussymbole der Mittelschicht geworden ist, erleben wir eine Verschiebung dessen, was der Soziologe Pierre Bourdieu das „Distinktionsmerkmal“ nannte.  Früher grenzte man sich über rein materiellen Luxus ab – die teure Uhr, das große Auto, die exklusive Damenhandtasche. Heute, in… 

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ – das stimmt faktisch, ist aber ökonomisch zu kurz gedacht. Sonnenlicht ist kostenlos, doch um daraus nutzbaren Strom zu machen, braucht es teure Technik: Solarzellen, Wechselrichter, Batterien, Netze und Reservekraftwerke. Dazu kommt ein weiterer, oft übersehener Kostenblock: Wenn das Netz überlastet ist, müssen Wind- und Solaranlagen abgeregelt werden – sie produzieren…