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„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ – das stimmt faktisch, ist aber ökonomisch zu kurz gedacht. Sonnenlicht ist kostenlos, doch um daraus nutzbaren Strom zu machen, braucht es teure Technik: Solarzellen, Wechselrichter, Batterien, Netze und Reservekraftwerke.

Dazu kommt ein weiterer, oft übersehener Kostenblock: Wenn das Netz überlastet ist, müssen Wind- und Solaranlagen abgeregelt werden – sie produzieren Strom, der nicht eingespeist werden kann. Dafür erhalten die Betreiber Entschädigungen. 2025 lagen diese Zahlungen bei rund 433 Millionen Euro, 2024 sogar noch bei 554 Millionen Euro. Die gesamten Kosten für Netzengpassmanagement (Redispatch, Reservekraftwerke, Countertrading) beliefen sich 2025 auf etwa 3,1 Milliarden Euro – alles zu Lasten der Verbraucher.Unabhängig von der Frage, ob diese aufgrund ihrer Lebensumstände anderweitig von Solarsubventionen profitieren – oder eben auch nicht.

Der Spruch ist ökonomisch naiv, weil er eines übersieht: Energie nützt nur, wenn sie dann verfügbar ist, wenn man sie braucht. Diese Zuverlässigkeit kostet Geld – für Technik, Flächen, Rohstoffe, Netzkapazität und Entschädigungen bei Abregelung. 

Fazit: 
Knappheit muss im Preis sichtbar werden. Sonst zahlen Verbraucher am Ende die versteckten Systemkosten, der Markt wird verzerrt.
Letztlich führt die – technisch bedingte und staatlich gewollte – Angebotsoligopolisierung des Netzbetreibermarktes bei nicht ausreichend reglementierter Preiskontrolle zu einem kooperativen Verhalten der Anbieter zu Lasten aller: der Benzinmarkt lässt grüßen.

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