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Technik

Photovoltaik-Anlagen sind eine lohnende Investition, vor allem, wenn möglichst viel vom selbst erzeugten Strom auch selbst genutzt wird.

Seit Februar 2025 gilt das „Solarspitzengesetz“: Seitdem werden Zeiträume mit negativen Börsenstrompreisen nicht mehr vergütetet. Wer eine PV-Anlage besitzt, verliert trotzdem kein Geld, denn diese Zeiträume werden an den ursprünglichen Vergütungszeitraum angehängt. Auch Strom, der zunächst in einer Batterie eingespeichert wurde, wird vergütet.

Nicht nur Süddächer sind geeignet: Unverschattete Dachflächen von West bis Ost sowie Flachdächer kommen für eine Photovoltaik-Anlage in Frage.

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Dazu können Sie eine größere Photovoltaikanlage auf dem Dach errichten oder ein bis zwei Module auch auf der Terrasse oder am Balkon montieren. Die PV-Anlage besteht aus den Solarmodulen, die mit ihren darin enthaltenen Solarzellen das Sonnenlicht aufnehmen. Über einen Wechselrichter wird der erzeugte Gleichstrom dann in Haushaltsstrom mit 230 Volt umgewandelt. Inzwischen setzen schon viele private Haushalte auf erneuerbare Energien. Damit verbrauchen Sie nicht nur Strom, sondern produzieren auch welchen, sind also so genannte Prosumer:innen. Im Unterschied zur Photovoltaik wird bei der Solarthermie das Licht direkt in Wärme umgewandelt.

Woraus besteht eine Photovoltaikanlage?

Solarmodule

Sie wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Je nach Bauart (mono- oder polykristallin) unterscheiden sich Wirkungsgrad und Leistung. Die Module werden auf dem Dach befestigt. Bei „Balkon-Solar“-Anlagen werden die Module am Balkon, auf der Garage oder im Vorgarten verbaut. Die verwendeten Module sind in beiden Fällen die gleichen.

Wechselrichter

Er macht aus Gleichstrom nutzbaren Wechselstrom für Haushalt und Netz. Außerdem überwacht er die Leistung und schützt die Anlage vor Fehlfunktionen. In der Regel wird dieser im Keller in der Nähe des Stromverteilerschranks an der Wand befestigt. Bei Balkon-Solar-Anlagen werden sogenannte Mikrowechselrichter verwendet. Diese werden oft auf der Rückseite der Module montiert.

Montagesystem

Halterungen sorgen für die sichere Befestigung auf Schräg- oder Flachdächern. Sie werden je nach Dachform und Aufbau ausgewählt. Bei Balkon-Solar-Anlagen werden oft einfache, statisch geprüfte Aluminium-Trägersysteme verwendet.

Verkabelung & Netzanschluss

Kabel verbinden Module, Wechselrichter und Zählerschrank. Sicherheitskomponenten wie Überspannungsschutz und Sicherungen sind mit eingebunden. Bei Balkon-Solar-Anlagen gibt es Sonderregeln – siehe unten.

Zählertechnik

Ein Zweirichtungszähler misst Stromverbrauch, Einspeisung und Eigenverbrauch. Er ist Pflicht bei allen netzgekoppelten Anlagen. Bei Balkon-Solar-Anlagen wird für eine Übergangszeit auch ein alter FErraris-Zähler (schwarzer Kasten) akzeptiert. Der Netzbetreiber wird nach einer Weile ohne Zutun des Balkon-Solar-Anlagenbesitzers diesen jedoch gegen eine moderne Messeinrichtung austauschen (grauer Zähler).

Gerne machen wir für Sie auch eine kostenlose PV-Beratung am Telefon. Schreiben Sie uns bitte Ihr Anliegen per E-Mail an solarwissen@solar-verein.de . Wir rufen Sie an und vereinbaren einen Termin.

Was passiert ab 2027?

Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb genommen werden, wird es nach aktuellem Stand keine feste Einspeisevergütung über einen Zeitraum von 20 Jahren mehr geben. Ist gerade eine Anlage geplant, so lohnt es sich also schnell zu sein. Denn geht die Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb, so gelten weiterhin die aktuellen Regeln und Sie erhalten eine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre. Weitere Informationen dazu und detaillierte Infos zur Einspeisevergütung finden Sie in unserem Artikel zum aktuell geltenden EEG

Welche speziellen Regeln bei Balkon-Solar-Anlagen gibt es?

Die installierte Leistung (Modul-Leistung) darf maximal 2000 Watt betragen. Das sind etwa 4 Module.

Die erlaubte maximale Energie, die mit dem Wechserlichter in das Stromnetz eingespeist werden darf ist 800 Voltampere VA (Scheinleistung, ähnlich Watt). Diese Grenzwerte gelten je Stromzähler.

Schukostecker sind nur erlaubt, wenn die Modul-Leistung 960 Watt nicht übersteigt. Das sind etwa 2 Module.

Übersteigt die Modul-Leistung 960 Watt (bis maximal 2000 Watt) ist ein Festanschluss oder ein spezieller Schutzkontaktstecker mit Abdeckung der Kontaktstifte oder ein interner Trennschalter oder eine galvanische Trennung erforderlich.
In der Regel wird der spezielle Schutzkontaktstecker mit Abdeckung der Kontaktstifte gewählt. Hier wird ein Anbieter unter dem Namen „Wielandstecker“ oft genannt. Dazu ist eine Elektrofachkraft nötig.

Anmeldung im Marktstammdatenregister ist erforderlich.

Alle Wechselrichter müssen die Produktnorm DIN VDE 0126-95 oder DGS Sicherheitsstandard DGS 0001:2023-01 sowie die Niederspannungsanschlussnorm DIN VDE AR-N-4105 erfüllen.

…. Es gibt noch einige weitere Regeln, die wir hier wegen der Übersichtlichkeit nicht auflisten. Bitte fragen Sie uns bei Unklarheit. Wir finden die Antwort heraus!